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Iwan möchte sich besaufen und zu diesem Zweck einen Gulden beim Dorfjuden leihen. Sie machen die Bedingungen aus:
Iwan will erst im Frühling zurückzahlen, und zwar das Doppelte. Inzwischen deponiert er sein Beil als Pfand. Als Iwan weggehen will, ruft ihm der Jude nach:
"Iwan, warte noch, mir ist etwas eingefallen. Im Frühling wird es dir schwerfallen, zwei Gulden aufzutreiben. Ist es niсhт besser, wenn du die Hälfte jetzt anzahlst?"
Das erleuchtet Iwan ein, er gibt den Gulden zurück. Ein Weilchen geht er sinnend vor sich hin, dann murmelt er:
"Merkwürdig: der Gulden ist weg, das Beil ist weg, einen Gulden bin ich obendrein schuldig - und der Jude hat doch recht!"
Die jüdische Tochter kommt zu ihrem Vater und sagt:
"Vater, ich weiß es wird dir niсhт recht sein, aber ich habe mich in einen Araber verliebt, wir werden heiraten".
Der Vater sagt:
"Kind, wenn du das machst, dann bist du niсhт mehr meine Tochter".
Sie heiraten trotzdem. Einige Jahre später, der Vater weiß daß er sterben muß, möchte er sich mit seiner Tochter versöhnen und reist zu ihr. Ihr Mann ist unermeßlich rеiсh, ihre Kleider sind geschmückt mit Diamanten. Als sie sich treffen sagt sie zu ihrem Vater:
"Vater ich bin so glücklich daß du hier bist, aber ich lasse mich scheiden!"
"Warum?", fragt der Vater entsetzt.
"Als ich geheiratet habe war mein Аrsсhlосh so groß wie ein 10 Groschenstück, heute ist es so groß wie ein 10 Schillingstück, ich kann niсhт mehr!"
Sagt die Tochter. Worauf der Vater erwidert:
"Aber Kind, wegen 9 Schilling 90 laßt man sich doch niсhт scheiden!"