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Eines Tages im Garten Eden sagte Eva zu Gott:
"Gott, ich habe ein Problem!"
"Was ist das Problem, Eva?"
"Gott, ich weiss, dass Du mich erschaffen hast, mir diesen wunderschönen Garten und all diese fabelhaften Tiere und diese zum totlachen komische Schlange zur Seite gestellt hast, aber ich bin einfach niсhт glücklich."
"Warum bist Du niсhт glücklich, Eva?", kam die Antwort von oben.
"Gott, ich bin einsam, und ich kann Äpfel einfach niсhт mehr sehen."
"Na gut, Eva, in diesem Fall habe ich die Lösung für Dein Problem. Ich werde für Dich einen Mann erschaffen und ihn Dir zur Seite stellen."
"Was ist ein Mann, Gott?"
"Dieser Mann wird eine missratene Kreatur sein, mit vielen Fehlern und schlechten Charakterzügen. Er wird lügen, dich betrügen und unglaublich eitel und eingebildet sein. Im Grossen und Ganzen wird er dir das Leben schwer machen. Aber er wird grösser, stärker und schneller sein und er wird es lieben zu jagen und Dinge zu töten. Er wird dümmlich aussehen, wenn er erregt ist, aber da du dich ja beschwert hast, werde ich ihn derart beschaffen, dass er deine körperlichen Bedürfnisse befriedigen wird.
Er wird witzlos sein und solch kindische Dinge wie Kämpfen und einen Ball herum kicken über alles lieben. Er wird auch niсhт viel Verstand haben, so dass er deinen Rat brauchen wird, um vernünftig zu denken."
"Klingt ja umwerfend", sagte Eva und zog dabei eine Augenbraue ironisch hoch. "Wo ist der Haken, Gott?"
"Also, du kannst ihn unter einer Bedingung haben."
"Welche Bedingung ist das, oh Gott?"
"Wie ich schon sagte, wird er stolz und arrogant sein und sich selbst stets am meisten bewundern. Du wirst ihn daher im Glauben lassen müssen, dass ich ihn zuerst geschaffen hätte. Denk dran, das ist unser beider kleines Geheimnis. Du weisst schon, von Frau zu Frau."
Als Arthur Davidson gestorben war, kam er zu Petrus an die Himmelspforte. Bei der Aufnahme sagte Petrus:
"Du warst immer ein guter Mensch und hast diese tollen Motorräder gebaut, die der Welt so viel brachten. Nun, mein Sohn, darfst du dir aussuchen, mit wem du hier im Himmel die Zeit verbringen möchtest."
"Mit Gott"
, sagte Arthur knapp und schon wurde er ins Chefzimmer gebracht. Dort angekommen sagte Arthur:
"Bist du niсhт der Erfinder der Frau?"
Gott antwortet:
"Ja, sicher!"
"Also gut," sagt Arthur, "mal ganz ehrlich von Meister zu Meister, da sind ein paar dicke Konstruktionsfehler dran an deiner Erfindung: Erstens ist da eine zu große Unbeständigkeit der Oberflächenwölbung, zweitens rattert es ständig auf Höchstdrehzahl, drittens sind die meisten Hinterteile zu weich und wackeln viel zu viel. Viertens ist der Einlass zu nahe am Auspuff und schließlich sind die Unterhaltskosten unverschämt hoch."
Gott denkt kurz nach, mustert Arthur von oben bis unten, geht zu seinem Laptop, tippt ein paar Zahlen ein und wartet kurz. Dann sagt er:
"Stimmt, aber nach meiner Statistik reiten mehr Männer auf meiner Erfindung als auf deiner!"
Der Vater lauscht abends an der Tür des frommen Sohns, wie er betet, bevor er einschläft. Er hört:
"Lieber Gott, schau, dass es meinem Grossvater, meiner Grossmutter, meinem Vater, meiner Mutter und meiner Schwester gut geht. Amen."
Und so geht das jeden Tag. Irgendwann lauscht er wieder:
"Lieber Gott, schau, dass es meiner Grossmutter, meinem Vater, meiner Mutter und
Meiner Schwester gut geht. Amen."
Am nächsten Tag die Hiobsbotschaft: Der Grossvater ist in der letzten Nacht überraschend gestorben.
Ein paar Wochen später lauscht er wieder:
"Lieber Gott, schau, dass es meinem Vater, meiner Mutter und meiner Schwester gut geht."
Und am nächsten Morgen wieder die Hiobsbotschaft: Die Grossmutter ist überraschend gestorben.
Von nun an lauscht er jeden Tag:
"Lieber Gott, schau, dass es meiner Mutter und meiner Schwester gut geht. Amen."
Die Nacht kann er kein Auge zudrücken und wälzt sich schweissgebadet im Bett, fühlt die ganze Zeit seinen Puls etc. Am nächsten Morgen fährt er wie auf Nadeln zur Arbeit, trinkt nur Orangensaft und isst nur Gemüse, geht so vorsichtig wie nur möglich. Mit äusserster Vorsicht fährt er wieder nach Hause, froh, noch am Leben zu sein und wird von seiner Frau empfangen:
"Wusstest du schon, unser Postbote ist heute gestorben!"